Dachneueindeckung – wenn ein neues Dach her muss

Auch wenn ein Dach bei regelmäßiger Wartung bis zu 40 Jahre und länger halten kann, werden die meisten Häuser bedeutend älter. Irgendwann kommt also der Zeitpunkt an dem Schönheitsreparaturen nicht mehr ausreichen um das Gebäude zu schützen. Dann wird es Zeit für eine Dachneueindeckung.

Wenn also der Zeitpunkt für eine Neueindeckung erreicht ist gibt es einiges zu entscheiden. Auch eine Verbesserung der Wärmedämmung des Hauses, kann dazu führen eine Dachneueindeckung um einige Jahre vorzuziehen.

Tonziegel oder Betondachstein?

Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Materialien. Doch nicht jedes Material ist für jedes Dach geeignet. Das traditionelle Material zur Dachdeckung in unseren Breiten ist die Tonziegel. Die glatte Oberfläche schützt vor Moosbefall und Verschmutzungen. Der Vorteil von Tonziegel liegt in ihrer Langlebigkeit. Es gibt heute die Tonziegel in den verschiedensten Farben und Oberflächenstrukturen. Modern sind heute Dächer mit Tonziegel in Hochglanz. Damit sind der Dachgestaltung fast keine Grenzen gesetzt.

Eine Alternative zur traditionellen Tonziegel ist der Betondachstein. Betondachsteine werden aus Sand, Zement, Kalkstein und Wasser hergestellt. Der große Vorteil von Betondachsteinen ist der günstige Preis, der durch das Produktionsverfahren bedingt ist. Auch Betondachsteine gibt es in verschiedenen Farben mit matter oder Seidenmatter Oberflächenversiegelung.

Eine weitere Möglichkeit ist, das Dach mit Naturschiefer zu decken. Auch Teilflächen können so gestaltet werden.

Bei der Wahl der Materialien spielt natürlich auch die Statik eine Rolle. Manche Dachkonstruktionen sind nicht stark genug, schwere Betondachsteine oder Tonziegel zu tragen. Für solche speziellen Dächer bieten sich Materialien wie zum Beispiel Trapezbleche, die optisch wie Ziegel gepresst sind, oder Blechplatten wie sie zum Beispiel von Prefa angeboten werden.

Als besonderes Extra können Sie nach einer Dachneueindeckung Ihren First auch mit schönem Dachschmuck verzieren.

Nicht jedes Dach ist gleich

Nicht jedes Dach ist in seiner Bauform gleich. Man unterscheidet verschiedene Dachformen. Speziell die Neigung und auch die Form des Dachstuhls entscheiden darüber wie das Dach klassifiziert wird. Die bekannteste Unterscheidung besteht zwischen einem Flachdach und einem Steildach. Die Neigung ist hierbei entscheidend, allerdings sind die Übergänge fließend. Dächer mit einer Neigung von über 22 Grad sind Steildächer. Dächer mit einem Neigungswinkel bis 10 Grad werden als Flachdächer definiert. Der Bereich dazwischen ist nicht genau definiert und liegt somit jeweils im Auge des Betrachters. Einige Fachleute bezeichnen die Dächer die zwischen Flach- und Steildach liegen als flach geneigte Dächer.

Unterschiedliche Dachformen

Satteldach

Ein sehr einfaches und deswegen auch ein sehr häufig gebautes, ist das Satteldach. Es hat zwei Dachflächen. Diese Konstruktion hat sich über Jahrhunderte hinweg bewährt. Es gibt vielzählige Variationen an Satteldächern. Die Neigung der beiden Dachflächen muss hierbei nicht immer gleich sein.

Walmdach

Beim Walmdach gibt es insgesamt vier Dachflächen von denen die Giebelwände abgewinkelt sind. Die abgewinkelten Giebelwände nennt man Schmalseiten. Anhand der Giebelwände werden auch noch weitere Unterscheidungen vorgenommen: Krüppelwalmdach, Halbwalmdach oder Fußwalmdach.

Zeltdach

Das Zeltdach hat vier Dachflächen. Der Unterschied zum Walmdach besteht darin, dass die vier Dachflächen nach oben spitz zusammenlaufen. Es gibt somit keinen First. Da das Zeltdach hauptsächlich bei Häusern mit quadratischen Grundriss eingesetzt wird, ist es eine eher seltene Dachform.

Krüppelwalmdach

Das Krüppelwalmdach beeindruckt durch eine interessante Optik. Doch auch praktische Gesichtspunkte sprechen für das Krüppelwalmdach. Dort wo der Giebel besonders starken Wetterbelastungen ausgesetzt ist, ist dieses Dach die beste Wahl. Beim Krüppelwalmdach ist der Giebel immer im oberen Bereich Richtung Dachfirst geknickt.

Pultdach

Das Pultdach hat nur eine Dachfläche. Diese eine Dachfläche ist einseitig geneigt. Es hat die Form eines Pultes. Der Dachfirst stützt sich auf eine senkrechte Wand. Pultdächer gibt es mit ebenen, gebrochenen und gekrümmten Flächen. Pultdächer sieht man häufig bei Anbauten. Bei modernen Gebäuden mit besonderer Architektur werden Pultdächer allerdings auch gebraucht um dem Dach optisch eine besondere Wirkung zu geben. Pultdächer eignen sich besonders für die Installation von Solaranlagen, besonders wenn das Dach nach Süden ausgerichtet ist.

Wenn Sie Beratung für Ihre Dacherneuerung benötigen, würden wir uns über Ihren Anruf sehr freuen. Eine Neueindeckung muss gut geplant sein, schließlich ist es eine Entscheidung für die nächsten 40-50 Jahre. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 05042 8622 oder über unser Kontaktformular.